Wasserschildkröten

 

 

Buchtipp

Wapelhorst: Schmuckschildkröten, 6,95 Euro

Der Landteil von Manuels Chinesischen Streifenschildkröten

Vor dem Umbau sah mein Aquarium so aus:

Ziel des Umbaus sollte es sein, den bisher genutzten groben Kies durch feinen Quarzsand zu ersetzen, einen zweiten Sonnenplatz anzubieten und den Eiablageplatz größer, geschützter und besser erreichbar zu gestalten. Dafür wollte ich mein bisher genutztes Becken benutzen, welches durch seine sechs, anstatt vier Ecken mir optisch gut gefällt, den Umbau jedoch schwieriger gestaltete. Weiter war es mir wichtig, das Aquarium oben größtenteils geschlossen zu halten, da ich in der Vergangenheit mit einem offenen Becken Probleme mit der Luftfeuchtigkeit bekam. Zudem möchte ich meinen Schildkröten so viel Schwimmraum wie möglich zur Verfügung stellen und somit das Aquarium vollständig füllen. Das sind soweit meine Vorgaben. Zur Planung benutzte ich das kostenlos im Internet verfügbare „Google Sketchup“ und fertigte folgende Zeichnung an.



Das Aquarium sollte durch einen Holzrahmen aus Siebdruckplatten erhöht werden, um mehr Platz zwischen der Beleuchtung und der Wasseroberfläche zu haben. Die einzelnen Holzelemente wurden miteinander verschraubt oder an den schrägen Kanten miteinander verklebt und auf U-Profile geschraubt. Diese U-Profile (Plastik) passen genau auf den Rand des Aquariums und geben dem Holzrahmen halt. Vorne wurde ein Fenster aus Plexiglas integriert, um auch oberhalb der Wasseroberfläche ins Becken schauen zu können. Durch die Konstruktion ist der Holzrahmen bei längeren Arbeiten im Aquarium wieder leicht zu entnehmen.











Um den Eiablageplatz zu vergrößern musste ich aufgrund des hohen Gewichts eine Nebenkonstruktion bauen. Diese besteht wiederum aus Siebdruckplatten, die ich mir in den vorher entsprechend berechneten Maßen zuschneiden lassen habe. Das Regal wird links neben dem Aquarium zum Teil noch auf dem Schrank und zudem mit Winkeln an der Zimmerwand befestigt. Im unteren Bereich habe ich mich für zwei offene Fächer in Würfelform entschieden, wo Aquarienutensilien und Handtücher Platz finden. Oben hinter einer Blende versteckt befindet sich eine Plastikbox (45 x 30 x 21 cm / 19 Liter) die sich auf einer Höhe mit der Aquarienkante befindet. Als Übergang vom Aquarium zum Eiablageplatz nutze ich ein Stück Kork. Der Eiablageplatz wurde komplett mit einem Erde-Sand-Gemisch (50:50) aufgefüllt. Der Bereich, der nicht von der Kiste verbraucht wurde habe ich abgetrennt, mit Blähton-Flies-Erde aufgefüllt und bepflanzt.











Als letztes wollte ich ja noch einen zusätzlichen Sonnenplatz anbieten. In meinem Aquarium ist in der rechten Ecke ein Plastikkasten fest verbaut, der wohl mal als Hülle für einen Innenfilter gedacht war. Darin verstecke ich meine gesamte Technik (Heizstab, Ausströmer usw.) und setzte oben drauf, natürlich abnehmbar, einen zweiten Sonnenplatz aus Kork. Dazu habe ich den Kork auf eine schwarze Plastikplatte geklebt und diese Platte unten mit U- Profilen in den gleichen Maßen wie der Rand des schwarzen Kastens beklebt. Somit kann der Sonnenplatz zwar nicht durch die Schildkröten „abgebaut“ werden, ist jedoch für mich jederzeit einfach abzunehmen um gegebenenfalls an der Technik was zu ändern/ersetzen.







Nun wurde natürlich noch der Kies mit Sand ersetzt, das Aquarium durch Wurzeln, Steine und Pflanzen (Plastik) strukturiert und soweit wie möglich mit Wasser gefüllt.
Die Beleuchtung habe ich vollständig ersetzt. Nun sind als Grundbeleuchtung 2 x Osram Active Cool White 36 Watt, für den linken Sonnenplatz ein PAR 38 Wärmestrahler und für den Eiablageplatz eine Bright Sun 70 Watt Jungle im Einsatz.
Den beiden Schildkröten scheint es zu gefallen.





Das Endergebnis:

Autor & Copyright: Manuel Bach

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