Wasserschildkröten

 

 

Buchtipp

Wapelhorst: Schmuckschildkröten, 6,95 Euro

 

 

Thiaminaseproblematik

Thiaminase ist ein Enzym, das das lebensnotwendige Vitamin B1 (Thiamin) zerstört. Fehlt dieses Vitamin in der Nahrung, kommt es zu Appetitmangel, Krämpfen, Lähmungen und sonstigen schweren neurologischen Störungen (Sternguckerkrankheit), die zum Tode führen können. Bekanntlich hat ein entsprechender Vitamin B1 Mangel in der Babynahrung von Humana vor kurzem zwei Babys in Israel das Leben gekostet.

Thiaminase kommt in besonderem Maße in den Eingeweiden und Köpfen einiger Fische und Meeresfrüchte vor und führt bei häufiger Fütterung, z.B. von  Tiefkühl-Stinten, schnell zu gravierenden Problemen, insbesondere bei Jungtieren. Thiaminase ist hitzeempfindlich, wird also beim Kochen zerstört, nicht jedoch durch Tiefkühlen. Durch lange Lagerung wird zwar das natürliche Vitamin B1 abgebaut, aber eben nicht die Thiaminase. Die Tiere können deshalb schlecht Vitamin B1 aufnehmen, auch nicht aus eventuellen anderen Quellen. Thiaminasehaltige Fische, insbesondere tiefgekühlte, sollten deshalb nicht zu oft gefüttert werden, auf keinen Fall über die Haltbarkeitsdauer hinaus.

Thiaminasehaltige Futtertiere: Anchovies, Goldfisch, Hering, Karpfen, Makrele, Muscheln und Miesmuscheln, Stint, Wels. 
Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Inwieweit Guppies Thiaminase enthalten, konnte ich nicht finden. Im Zweifelsfalle sollte man aber lieber einen relevanten Thiamninasegehalt annehmen. Emys orbicularis und die meisten anderen Wasserschildkröten werden in der Natur ohnenhin nur selten Fische zu fressen bekommen.

Als nicht thiaminasehaltig gelten: Schellfisch, Forelle, Lachs, Tintenfisch

Autor & Copyright: www.emys-home.de

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