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Dreistreifen-Klappschildkröte, Kinosternon bauriiKinosternon baurii gehört zur Familie der Kinosternidae (Schlammschildkröten), es sind bei dieser Art keine Unterarten anerkannt. VerbreitungIhr Verbreitungsgebiet erstreckt sich lt. SCHILDE (2001) von den Florida Keys über die gesamte Halbinsel Florida und entlang der Atlantikküste bis nach Virginia, in denen die Kinosterniden ruhige Gewässer mit weichen Bodengrund (wie z.B. Sümpfe/Kanäle/Teiche) ab einer Wasserhöhe von 60 cm bewohnen. Beschreibung
GrößeKinosternon baurii werden bis zu 12,7 cm (Carapaxlänge) groß, SCHILDE (2001). GeschlechtsunterscheidungMännchen besitzen einen längeren und dickeren Schwanz als Weibchen, des weiteren bleiben Männchen kleiner. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind Haftpolster an den Hinterbeinen des Männchens. ErnährungAusgewachsene Tiere: Diese Art ernährt sich omnivor. Laut SCHILDE (2001) werden in der Natur verschiedenen Pflanzen und deren Früchte wie z.B. die der Sabal Palme (= Sabal palmetto), sowie kleinen Schnecken, Insekten und deren Larven, wie auch Würmer gefressen. Ernährung der SchlüpflingeDie erste Woche nach dem Schlupf fressen die Jungtiere bei mir ausschließlich Lebendfutter, bereits danach konnten die Tiere an Frostfutter gewöhnt werden. Dieses besteht aus den verschiedenen Sorten Mückenlarven und Wasserflöhen. Allmählich kann dann der Futterplan um Gammarus, verschiedene Fischsorten, mageres Geflügel (z. B. Hühnerfleisch), Regenwürmer und Kellerasseln ergänzt werden. Jungtiere fressen erfahrungsgemäß kaum pflanzliche Nahrung. HaltungKinosternon baurii gelten unter den Klappschildkröten zwar als gute Schwimmer, bewegen sich jedoch eher laufend, bzw. kletternd fort. Die Becken der Jungtiere, als auch die der ausgewachsenen Schildkröten sollten daher gut strukturiert sein (z.B. durch Wurzeln etc...) und ein Bodengrund, z.B. eine durch Sand sollte nicht fehlen. Die Wasseroberfläche muss kletternd zu erreichen sein. Schwimmpflanzen wie Froschbiss, Wasserlinse und Wassersalat bieten Deckung und dienen gleichzeitig als pflanzliches Futter für ältere Tiere. Als Versteck bietet sich ein halbierter Tontopf an. Temperatur
Haltung von SchlüpflingenDa der Wasserstand von wenigen cm schwer zu beheizen ist, hat sich die Unterbringung in Plastikboxen bewährt. Diese werden in ein halb gefülltes Glasaquarium gehängt. Das darin, durch einen Heizstab erwärmte Wasser im Glasaquarium beheizt so die Plastikboxen. Ein täglicher Wasserwechsel ist nötig. Die sonstige Haltung gleicht der Haltung der adulten Tiere. BeleuchtungDiese Art bevorzugt Becken, in denen es sowohl dunkle Bereiche zum Verstecken gibt, als auch Plätze, wo sich die Tiere z.B. im seichten Wasser sonnen können. Hierfür bringt man einen Spot in der Nähe des Landteils an, welcher sowohl diesen als auch einen kleinen Teil des Flachwassers beleuchtet. Der Spot wird später im Besonderen von trächtigen Weibchen vor der Eiablage genutzt. Steht das Becken sehr hell kann ansonsten auf eine weitere Beleuchtung, wie z. B. durch eine HQI verzichtet werden. Steht das Becken dunkler wird dieses durch eine Leuchtstoffröhre beleuchtet. Soll als Beleuchtung eine HQI angebracht werden, ist darauf zu achten, dass ein Großteil des Wassers nicht allzu stark beleuchtet wird, bzw. durch Schwimmpflanzen beschattet wird. GruppenhaltungErfahrungsgemäß lassen sich die Tiere nicht sehr lange in einer Gruppe halten. Selbst Schlüpflinge werden von mir, auf Grund von Futterstreitigkeiten, bzw. Dominanzverhalten, nach 2-3 Wochen in getrennten Becken untergebracht, danach werden auch vorher unterdrückte Schlüpflinge aktiver. WinterruheFür die zweimonatige Winterruhe wird die Temperatur schrittweise auf ca. 12-15° C reduziert und die Beleuchtungszeit bis auf 0 Stunden angepasst. BeckengrößeBecken mit dem Maßen 100 x 50 x 60 bzw. größere Becken sind geeignet. Literaturangaben und BuchtippSchlammschildkröten von Maik Schilde aus dem Natur und Tier-Verlag, für 24,80 Euro ist ein sehr empfehleswertes Buch für den Pfleger von Schlammschildkröten, zu denen die Moschusschildkröten gehören.
Autor & Copyrihgt: Stephanie Müller |
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