ganzjährig im Gartenteich

Für die ganzjährige Haltung im Gartenteich ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz eigentlich nur die Europäische Sumpfschildkröte, Emys orbicularis ssp., geeignet. Auch hier sollte jedoch auf die Lokalform geachtet werden.

Oft empfohlen für die Teichhaltung werden auch Zierschildkröten. Die Rückenstreifen-Zierschildkröte (Chrysemys picta dorsalis) ist jedoch zu wärmebedürftig für die Teichhaltung. Bei den anderen drei Unterarten (Chrysemys picta bellii, C. p. marginata und C. p. picta) rate ich von der Überwinterung im Gartenteich ab, andere Schildkrötenhalter haben dabei jedoch positive Erfahrungen gemacht. Wichtig dabei ist, dass der Teich mindestens 100 cm tief ist und flach ansteigende, gut griffige Wände hat. In den Übergangszeiten (Frühjahr und Herbst) ist das Wasser nämlich oft so kalt, dass die Wasserschildkröten zu steif zum schwimmen sind. Sie müssen dann die Möglichkeit haben, die Wasseroberfläche laufend zu erreichen.

Relativ selten gepflegt und noch seltener gezüchtet wird die Nördliche Rotbauch-Schmuckschildkröte (Pseudemys rubriventris). Sie kommt von allen Schmuckschildkröten am weitesten im Norden vor, ihr Verbreitungsgebiet reicht von New Jersey bis North Carolina. Daher ist sie von allen Schmuckschildkröten noch am ehesten für die ganzjährige Teichhaltung geeignet. Ich würde sie zur Sicherheit jedoch Anfang November aus dem Teich holen, bei 4-8 °C im Kühlschrank überwintern und erst im Frühling (wenn die Forsythien blühen) wieder in den Teich setzen.